Gelesenes

Philip Roth

So, und schon wieder ein Buch zu Ende gelesen.

Diesmal war es "Der menschliche Makel" von Philip Roth. Ich habe am Anfang etwas länger gebraucht, um mich einzulesen. Aber dann wurde es plötzlich spannend.

Es war allerdings auch sehr deprimierend: Lauter gescheiterte Personen, die sich gegenseitig ihre wahren Beweggründe verheimlichen, daher missverstehen, was dazu führt, das sie sich gegenseitig hassen.

Auf jeden Fall sehr lesenswert, aber ich freue mich drauf, mal wieder etwas nicht ganz so frustrierendes zu lesen...

2010

So, ich habe mal wieder ein Buch fertig gelesen. Diesmal "2010" von Arthur C. Clarke. Dies ist die Fortsetzung von "2001 - Odyssee im Weltraum", welches ich schon vor etwa einem halben Jahr gelesen habe (wirklich eine Empfehlung für alle, die den Film gesehen aber nicht verstanden haben...).

Nun ich hatte diesesmal wieder die gleichen Probleme wie mit dem Vorgänger oder auch "Der letzten Generation" (vor ungefähr einem Jahr gelesen): Ich kenne kaum einen anderen (Science-Fiction-)Autor, dem so plastische Beschreibungen fremder Welten gelingen, dass man glaubt, alles dierekt vor sich zu sehen. Dazu ist (fast) alles wissenschaftlich und technisch durchdacht und physikalisch richtig. - Und dann kommt noch dazu, dass Clarke einige Entwicklungen (technisch und politisch), die heute aktuell sind, wirklich erstaunlich gut vorrausgesehen hat.

ABER - diese ganzen esoterischen Geistwesen - ich kann mit denen absolut nichts anfangen!

Ray Bradbury

So, ich habe mal wieder ein Buch zu Ende gelesen. Diesmal einen Krimi (jedenfalls bezeichnete es sich selbst als solchen - aber dazu später mehr...), nämlich "Der Tod ist ein einsames Geschäft" von Ray Bradbury.

Von diesem Autor kennt man ja eigentlich vor allem seine Science-Fiction-Bücher, allen voran natürlich "Fahrenheit 451". Als ich das Buch auf einem Bücherflohmarkt entdeckt habe, war ich erst einmal erstaunt, dass er auch Krimis geschrieben hat.

Um es kurz zu machen: ein richtiger Krimi ist es auch nicht. Es gibt zwar ein paar Leichen und am Ende wird der Mörder auch überführt - aber viel mehr ist es ein schön melancholischer Roman über Einsamkeit und Vergänglichkeit. Er liest sich ein wenig wie eine Mischung von Paul Auster und Christoph Ranzmayer (beides Autoren, die ich sehr schätze) - und ein wenig Sunset Boulevard ist auch noch mit drin.

Ich habe gerade gelsen, dass der Roman auf deutsch wohl leider nicht mehr verlegt wird. - Schade!

Dostojewski

Ich habe heute in der S-Bahn "Schuld und Sühne" fertig gelesen.

Ich muss zugeben, am Anfang habe ich mir mit diesem Buch ziemlich schwer getan. Die ersten hundert oder zweihundert Seiten hat es sich ziemlich gezogen. Ich war schon kurz davor aufzugeben.

Aber zunehmend habe ich mich dann damit angefreundet und am Schluss war ich fast begeistert.

Besonders die Szenen mit dem Untersuchungsrichter Porfirij haben es mir angetan. Ich habe auf Wikipedia gelesen, dass dieser als Vorbild für Columbo gedient hat - und ich muss schon sagen, es fehlen nur noch Trenchcoat und Uralt-Peugeot...

Etwas enttäuscht bin ich vom Schluss selber. Die letztendliche Läuterung Raskolnikows kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz - sie wird ja eigentlich nur auf der letzten Seite kurz angedeutet.

Wüstenplanet

Ich habe gestern den zweiten Band aus dem Wüstenplanet-Zyklus von Frank Herbert, "Der Herr des Wüstenplaneten" zu Ende gelesen.

Hat mir sehr gut gefallen. Im Gegensatz zum ersten Band, fand ich auch die Hauptpersonen sympathisch, vielleicht gerade deswegen, weil man ihre innere Zerrissenheit mitkriegt und weiß, dass sie scheitern werden.

Etwas schwierig ist es, den ganzen Ränken und Intriegen, wer, wieso, gegen wen, zu folgen, was die ganzen, teilweise nur angedeuteten Zukunftsvisionen nicht gerade einfacher machen...