Partenkircher Dreitorspitze

Noch am Freitag Abend, als ich mich gerade vor einem Wolkenbruch von der Arbeit nach Hause gerettet hatte, hätte ich ich nie gedacht, dass wir am Samstag wirklich zum Wandern könnten. Doch der Wetterbericht sagte ja und so machten wir uns auf nach Farchant, um beim Bruder von meinem Freund zu übernachten.

Als wir dann um vier Uhr aufstehen und eine halbe Stunde später zum Auto gehen, ist der Himmel tatsächlich sternenklar. Kurz nach fünf stehen wir dann aufbruchbereit am Parkplatz im Leutaschtal. Langsam wird es auch hell, so dass wir keine Lampen brauchen. Noch liegt Nebel im Tal, in den wir auch bald eindringen.

Morgennebel

Längere Zeit ist die Welt um uns her verschwommen und grau. Als sich der Nebel schließlich zu lichten beginnt, schießt plötzlich vor mir etwas braunes über den Weg - eine Gämse, uns so nah! Ihr folgen, etwas langsamer und vorsichtiger noch zwei weitere. Und wenig später sehen wir noch eine, etwas abseits vom Weg seelenruhig grasen. Sie schaut uns nur kurz an, beschließt dann aber wohl, dass von uns keine Gefahr droht und bleibt stehen.

Gämse

Nun reißt der Nebel ganz auf und um uns herum heben sich die Kalkfelsen weiß gegen den tiefblauen Himmel ab.

Alpenrosen

Schließlich erreichen wir das Leutscher Platt und unser Ziel, die Partenkircher Dreitorspitze, liegt vor uns.

Partenkircher Dreitorspitze

Bis dorthin folgt allerdings noch eine langwierige und anstrengende Überquerung des Platts.

Leutascher Platt

Auf den Gipfel selber führt nun ein kleiner Klettersteig, der Herrmann-von-Barth-Steig, benannt nach dem Erstbesteiger der  meisten Gipfel des Wettersteins. Oben entschädigt dann eine grandiose Aussicht für alle Strapazen.

Auf die Zugspitze:

Zugspitze

 Über das Schachenschloss hinunter ins Loisachtal:

Garmisch-Partenkirchen

Und auf die südliche Wettersteinkette mit dem Hochwanner, dem zweithöchsten Berg Deutschlands:

Wetterstein

 Nachdem wir uns satt gesehen haben, machen wir uns wieder an den Abstieg. Wir folgen unserem Aufstiegsweg. - Nur warum erschein dieser jetzt so viel länger? Langsam macht sich das frühe Aufstehen und die vielen Stunden Wandern bemerkbar. Der Weg scheint einfach kein Ende zu nehmen und die Sonne brennt unbarmherzig hinunter... Da entschädigt auch nicht der Blick auf das karwendel vor uns.

Karwendel

 Endlich, nach zehn Stunden Wanderung erreichen wir glücklich unser Auto und können die Heimfahrt antreten. Es war ein wunderschöner Tag!

1.8.10 12:10

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