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Rückblick August 2011

So, nun gibt es wieder einen Monatsrückblick.

 Besonders viel ist im August nicht fertig geworden. Eigentlich nur ein Paar Socken (erstaunlich, dass die Foto-Session auf dem Balkon in Zypern erst einen Monat her ist...). Dafür wird es wohl im September einiges an fertigen Strickprojekten geben.

Mein ältestes Projekt wird da aber wohl leider nicht dazu gehören. Es handelt sich um den grünen Poncho, den ich schon im März angefangen habe. Er wächst nur sehr schleppend - und ist, trotz Zopfmuster SEHR langweilig zu stricken: ein Mustersatz aus gerade einmal vier (Hin-)Reihen und ein einfaches Rechteck. Es fehlt noch einmal ungefähr genau so viel, wie jetzt existiert (okay, das Foto ist nicht besonders gut geworden):

Patagonia

 Wesentlich spannender ist da, obwohl bisher auch nur ein einfaches Rechteck, der Lace-Schal aus Wollmeise Lace in der Farbe "Im Jahr der Ratte", seit Mai auf den Nadeln. So wie es aussieht, könnte er in den nächsten Wochen fertig werden:

Frank Lloyd und die Ratten

Außerdem habe ich noch zwei Sockenpaare in Arbeit: Ein Paar Mustersocken aus Opal-Wolle in einer Hundertwasser-Färbung:

Seelenbäume in Hannover

Sowie ein Paar Restesocken aus Fortissima Socks, Opal und Fauveline in blau und lila:

Restesocken IV

Beide Sockenpaare werden wohl den nächsten Monatswechsel als fertige Socken erleben.

Ein Wochenende in Dublin

Letzte Woche war mein Freund auf einer Konferenz in Belfast. Bevor er wieder heimgeflogen ist, bin ich ihm nach Dublin nachgereist und wir haben dort ein wunderschönes Wochenende verbracht. Hier ein paar Impressionen:

Tür

Trinity College

 Molly Malone

Temple Bar

Dublin Castle

St. Paticks Kathedrale

Liffey

Die Verzierungen an der Markthalle haben es mir besonders angetan:

An den Markthallen

 Was in Irland natürlich nicht fehlen darf ;-) - Whiskey:

Jameson Distillerie

und Guinness:

Guinness

Das Wetter war übrigens nicht durchgehend so schlecht, wie die Fotos vermuten lassen. Hier der Beweis:

Thomas Street

Spire of Dublin

Am Sonntag haben wir einen Mietwagen genommen und sind ein wenig aus der Stadt herausgefahren. Zunächst in den Fischerort Howth:

Hafen von Howth

Ireland's Eye

Und dann noch nach Malahide:

Malahide Castle

Mehr Zeit blieb leider nicht, bis wir wieder den Heimflug antreten mussten. War auf jeden Fall ein schönes Wochenende.

Neue Socken

Wie im Monatsrückblick versprochen, habe ich auch wieder ein Sockenpaar fertig:

Seelenbäume in Hannover

Gestrickt sind sie aus Opal Hundertwasser in der Farbe "Positive Seelenbäume - Negative Menschenhäuser". Das verwendete Muster sind Hannover-Socken.

Seelenbäume in Hannover

So ganz meine Farbe ist das nicht, aber voraussichtlich werde ich die Socken auch nicht behalten.

Seelenbäume in Hannover

Hohe Geige

Das vergangene Wochenende haben wir wieder zum größten Teil in den Bergen verbracht. Genauer gesagt wieder im Pitztal, diesmal zum Besteigen der Hohen Geige (3395m).

Um uns ein wenig Anfahrt zu sparen haben wir die Nacht wieder beim Bruder von meinem Freund in Farchant verbracht. Auch so hieß es um 4:30 Uhr aufstehen, so dass wir dann pünktlich um 7 Uhr am Parkplatz loslaufen konnten. Der gegenüberliegende Kaunergrat leuchtet schon in der Morgensonne, während wir noch im Schatten laufen.

Kaunergrat im Morgenlicht

Je höher wir kommen, desto mehr tritt die Watzespitze hervor:

Kaunergrat

Nach eineinhalb Stunden erreichen wir dann die Rüsselsheimer Hütte, wo wir uns für ein lager für die Nacht vormerken lassen, bevor es weiter nach oben geht.

An der Rüsselsheimer Hütte

Hinter der Hütte ist erstmal der Talkessel zu durchqueren. nachdem der Mainzer Höhenweg nach rechts und der Weg über den Westgrat nach links abgegangen sind, führt der Weg zunächst durch ein Kar, dann auf die Moräne des Geigenferners, dessen Reste über uns erkennbar sind.

Nach einiger Zeit kommen dann die ersten Kletterstellen (I). Dort holen wir bald ein älteres Paar ein, das mit Bergführer unterwegs ist. Einige Zeit bleiben wir hinter ihnen und ruhen uns bei dem langsamen Tempo ein wenig aus. Irgendwann lassen sie uns dann vorbei und wir können in unserem Tempo weitersteigen. Es folgt eine lustige Kraxelei durch Blöcke, bis wir schließlich wieder mit dem Weg über den Westgrat zusammentreffen.

Aufstieg

Schließlich erreichen wir einen kleinen Kessel mit Eisfeld. Hier ist endlich auch der Gipfel sichtbar. - Ein wenig enttäuschend dieser Schutthaufen. In kleinerem Maßstab, könnte er auf jeder Baustelle rumliegen.

Gipfel der Hohen Geige

Zur Durchquerung des Kessels gibt es im wesentlichen drei Möglichkeiten: 1. Über das Eisfeld, 2. Oberhalb des Eisfelds durch den Schutt, oder 3. Unterhalb des Eisfelds um den See und dann durch die Karflanke.

Wir probieren zunächst Variante 1. Da das Eisfeld aber recht blank wirkt, außerdem hängt und wir keine Steigeisen dabei haben, entscheiden wir uns dann für die zweite Variante. Nicht unbedingt die beste Entscheidung, denn der Schotter ist sehr rutschig und das Gehen recht anstrengend.

Schließlich haben wir es aber geschafft und es folgt nur noch der letzte Anstieg durch Blöcke bis zum Gipfel, den wir 4 Stunden nach Aufbruch von der Hütte erreichen. Oben werden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Südlich erhebt sich die Wildspitze:

Wildspitze

Westlich die Watzespite:

Watzespitze

Südöstlich spitzt der Similaun:

Similaun

Und nach osten kann man zum Timmelsjoch hinübersehen:

Pirchelkarferner (?)

Nach einer Stunde Gipfelpause geht es dann wieder hinunter zur Hütte. Unterwegs sehen wir noch von fern in einem Kar ein Rudel Steinböcke. - Die können sich ganz schön gut tarnen die Viecher! Wenn sie nicht gepfiffen hätten, hätten wir sie nie entdeckt.

In der Hütte gibt es dann viel zu Trinken und ein ausgiebiges Abendessen. Dann gehen wir bald schlafen.

Da wir früh wieder in München sein wollen, stehen wir um 6 Uhr auf, frühstücken um 6:30 Uhr und sind um 7 Uhr im ersten Morgenlicht wieder unterwegs.

Sonnenaufgang an Watzespitze

Der Abstieg geht schnell voran und nach etwa einer Stunde sind wir wieder am Auto und können die Heimfahrt antreten.

Abstieg

 

Tag des offenen Denkmals

Ein Grund, dass wir so früh wieder aus den Bergen zurück sein wollten, war, dass zum Tag des offenen Denkmals in Schwabing ein ganz besonderes Schmankerl geboten war: Eine Führung auf den frisch sanierten Turm der St.-Ursula-Kirche, dem sogenannten Schwabinger Dom.

Für mich als Bauingenieurin war schon der Blick ins Innere des Turms sehr spannend, denn der Turm enthält eine der ersten Betontreppen. - Wohlgemerkt Beton - kein Stahlbeton, weswegen die Treppe nach heutigen Normen nicht mehr als sicher gilt, wesewegen sie bei der Sanierung aufwendig abgestützt werden musste:

Betontreppe

Noch spannender wurde es allerdings, als wir den Bauaufzug betreten durften und und damit über die Dächer Schwabings erhoben. Vom Turm abgesehen, war natürlich auch die Aussicht sehr interessant, ist es doch mal eine ganz andere Perspektive als von den üblichen Aussichtspunkten Münchens.

Im Westen der Arabellapark mit der neuen Statue "Mae West":

Arabellapark

 Im Osten das Olympiazentrum mit Fernsehturm:

Olympiazentrum

Und im Süden die Altstadt und dahinter die Berge:

Friedrichstraße

Hier noch einmal ein Blick nach Westen. Links hinten die alte Ursulakirche, heute St. Silvester und dahinter der Englische Garten:

Kaiserstraße

 Hier nun die Turmspitze aus der Nähe:

Turmspitze

Und ein Blick nach unten auf das Kirchendach:

Kaiserplatz

Tja, und irgendwann ist die schönste Tour zuende und man nähert sich wieder dem Boden der Tatsachen:

Friedrichstraße

Schön war's!

Gartner Wand

So ein schönes Altweibersommerwochenende wie das vergangene konnten wir natürlich nicht vergehen lassen, ohne in die Berge zu fahren. Um unsere vor einem Jahr gefassten Pläne umzusetzen, haben wir uns für den Samstag für eine Tour auf die Gartner Wand (2376m) entschieden.

Kurz nach sieben starten wir am Parkplatz in Obergarten. In der Morgensonne leuchtet die Kalkwand vor uns auf.

Gartner Wand im Morgenlicht

An der Gartner Alm vorbei hinauf zum Sommerbergjöchel folgen wir dem gleichen Weg, wie vor einem Jahr zur Pleisspitze. Unterwegs sehen wir eine riesige Herde Gämsen, garantiert an die 30 Tiere, die vor uns den Weg überquert und sich dann das Kar hinaufarbeitet. Für Fotos sind sie leider zu weit weg. - Trotzdem ein schönes Erlebnis. Am Joch kommt dann die Entscheidung: nach rechts oder nach links?

Sommerbergjöchl

Wir entscheiden uns, auch wenn hier einige Schneefelder liegengeblieben sind, für den Weg nach links auf die Gartner Wand. Anfangs ist der Weg, vom Schnee abgesehen, nicht weiter schwer, doch nach kurzer Zeit erreichen wir die ersten Kletterstellen.

Teilweise sind diese drahtseilgesichert, so dass wir unser mitgebrachtes Klettersteigset dankbar einhängen können. Zwischendrin kommen dann aber auch ungesicherte, ausgesetzt-luftige Passagen - zu viel nachdenken über die steilen Kare zu beiden Seiten sollte man hier nicht...

Im Aufstieg

Insgesamt kommt der Weg uns schwerer vor, als der Aufstieg auf die Hohe Geige vor zwei Wochen. Die freien Kletterstellen sind zwar alle im Ier-Bereich und die "Klettersteig-Stellen" zwischendrin sind vielleicht B, höchstens C - aber dafür gibt es keine Entspannungspausen zwischendrin und man bewegt sich ständig über dem Abgrund. Abgesehen von den wirklichen Klettersteigen würde ich das hier als einen der anspruchvollsten Bergwege meiner bisherigen Bergsteigelaufbahn bezeichnen...

Aufstiegsweg

 In den kurzen Augenblicken der Entspannung bietet sich aber ein toller Ausblick hinüber zur Pleisspitze:

Pleisspitze

Auch die Wand selber ist sehr eindrucksvoll:

Gartner Wand

 Endlich sind wir oben auf dem Grat und das Gehen wird um einiges einfacher. Auf einem bequemen Pfad gelangen wir hinüber zum Gipfel.

Westgipfel

Dort gibt es erstmal eine Brotzeitpause, bei der wir die tolle Aussicht genießen. Sei es nach Süden, wo wir Wildspitze und Hohe Geige erkennen:

Wildspitze

Oder nach Norden auf das Zugspitzmassiv:

Zugspitze

Auch ein Blick zurück auf den Aufstiegsweg ist drin:

Aufstiegsweg

Dann laufen wir weiter entlang des Grates. Zunächst ist der Weg hie sehr einfach, wird dann aber zunehmend schmaler und ausgesetzter, bis wir auf einem schmalen Felsband entlang turnen, neben dem ein Kar ungebremst zum Fernpass hinabstürzt. Ein Fehltritt hätte hier fatale Folgen.

Gartner Wand

Schließlich folgen noch ein paar Kletterstellen - und dann stehen wir plötzlich auf einem Nebengipfel des Grubigstein. Von hier aus hat man noch einmal einen wunderbaren Blick zurück auf die Wand.

Gartner Wand vom Grubigstein

Waren wir bisher nahezu allein unterwegs, trifft uns hier ein Kulturschock. Wahre Menschenmassen sind hier unterwegs, zum Teil mit der Seilbahn hinaufgekommen und daher etwas unbedarft, was unsere Ausrüstung betrifft. - So muss ich etwa die Frage über mich ergehen lassen, ob ich gestürzt wäre - weil die Knie meiner Hose so dreckig sind...

 Grubigstein und Zugspitze

Über den Grubigstein und die Grubigsteinhütte steigen wir hinab zur Wolfratshauser Hütte. Dort wollen wir eigentlich etwas kühles trinken. Doch herrscht dort ein solcher Betrieb, und unverständlicherweise hat die Hütte keine Selbstbedienung, dass wir nach einer Viertelstunde warten die Bedienung immer noch nur von fern zu Gesicht bekommen haben.

Also ziehen wir unverrichteter Dinge weiter. Auf der Gartner Alm unternehmen wir noch einen Versuch, aber auch hier haben wir keinen Erfolg, so dass wir weiter absteigen. Um drei sind wir dann wieder am Auto und können die Heimreise antreten. - Schön war's!

 

Restesocken

Nach so viel Bergbildern kann ich nun auch wieder etwas gestricktes zeigen. - Schließlich hatte ich ja auch am Anfang des Monats mehrere fertige Stücke versprochen...

Restesocken IV

Nun, gestern fertig geworden, ist mal wieder ein Paar Socken aus Resten.

Restesocken IV

Verwendet habe ich diesmal ein Knäul Opal aus dem Abo vom Mai 2009, ein Knäul Fortissima Socka Mexiko Color, das mit einem Tauschpaket bei mir gelandet ist, sowie ein Knäul Fauveline (ein sehr flauschiges...). Die Streifenfolge habe ich wieder mit dem Zufallsgenerator erstellt.

Restesocken IV