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Rückblick Mai 2011

Der Mai war - stricktechnisch gesehen - ein guter Monat: Fertig geworden sind ein Paar Handschuhe, ein Paar Socken, eine Stola, sowie ein Projekt, das ich erst hier zeigen werde, sobald es sicher an seinem Bestimmungsort angekommen ist.

Patagonia

Vom letzten Monat ist so nur noch ein Projekt auf den Nadeln: der grüne Poncho. So langsam aber sicher wächst er vor sich hin.

 Restesocken III

Diesen Monat angefangen habe ich mal wieder ein Paar Restesocken. Der erste ist fertig, den zweiten habe ich heute früh angeschlagen.

Absinth mit Wein

Auch ein Paar Mustersoken ist wieder in Arbeit. Aus Drachenwolle mit Seide und Bambus der Färbung "Wanderung im Weinberg" versuche ich mich an den Absinthe-Socken. Leider vertragen sich Wolle und Muster nicht hundertprozentig, ich bin trotzdem auf den Gesamteindruck gespannt...

Frank Lloyd und die Ratten

 Außerdem habe ich noch eine weitere Lace-Stola angefangen. Wieder aus Wollmeise-Lace, diesmal in der Farbe "Im Jahr der Ratte". So ganz weiß ich noch nicht, ob mir diese Farbe gefällt - ein wenig arg düster ist sie schon (und ausgerechnet auf dem Etikett dieses Strangs stand innen: "Don't be shy - use colors"...).

Botanischer Garten

Da das Wetter am Samstag nicht wirklich gut vorhergesagt war, haben wir uns entschieden, zur Abwechslung mal nicht die Alpen sondern unsere Heimatstadt näher zu erkunden, wohne ich doch schon seit sechs, mein Freund immerhin seit vier Jahren in ihren Mauern (davon abgesehen, dass ich den Rest meines Lebens nur 30km entfernt verbracht habe...).

Unsere Wahl fiel auf den Botanischen Garten. Mein letzter Besuch dort liegt mindestens 15 Jahre zurück, war also mal wieder Zeit...

Als erstes führte unsere Weg in die Gewächshäuser, wo wir schnell feststellten, dass es dort nicht nur Pflanzen gibt, sondern auch Schildkröten.

Schildkröte

Schildkröten

Schildkröte

An diesen sattgesehen, konzentrierten wir uns dann aber doch auf die Flora und wurden nicht enttäuscht.

Orchidee

Orchidee

Orchidee

?

Besonders interessant fand ich das Haus mit den Nutzpflanzen: Kaffee, Kakao, Reis - und Ananas.

Ananas

Ganz ohne Tiere geht es dann doch nicht ;-)

Libelle

Mir noch aus Kindertagen im Gedächtnis, und wirklich sehr eindrucksvoll sind die beiden Farnhäuser.

 Franhaus

Dann erkundeten wir das Freigelände mit blühenden Seerosen.

Seerosen

Seerosen

Lange bleiben wir im Alpinum mit Pflanzen aus den Alpen, dem Himalaya, den Anden und den Rocky Mountains und schließlich noch die Farnschlucht und den Rhododendrongarten. War wirklich spannend. 

Hinterer Tajakopf

Die Vorhersage für Sonntag sa nicht wesentlich besser aus als die für Samstag, aber da uns am Samstag die Gewitter verschont hatten, wagten wir uns doch ins Gebirge.

Ziel war diesmal der Hintere Tajakopf (2408m) in der Mieminger Kette. Nach frühem Aufstehen sind wir gegen halb acht am Parkplatz an der Talstation der Ehrwalder-Alm-Bahn. Von hier aus haben wir mehrere Möglichkeiten. Wir entscheiden uns für den Immensteig um auf das Hochplateau zu kommen.

Zunächst geht der Weg noch recht eben über bunt blühende Wiesen und durch den Wald. Vor uns ragt aber schon die steile Felswand auf. Wo ist da ein Weg?

Letzterer findet sich dann: Zunächst kommen nun ein paar drahtseilversicherte Kraxelstellen, dann geht es in kleinen Serpentinen weiter hinauf zur Kante.

Immensteig

 Ein Rückblick ins Tal auf Ehrwald und Lermoos mit Daniel und Grubigstein:

Daniel und Gartner Wand

Und hinüber zur etwas drohend aufragenden Wettersteinwand:

Wetterstein

Oberhlab der Kante erreichen wir eine Hochebene. Hier kreuzen wir den Forstweg, der von der Ehrwalder Alm direkt zur Coburger Hütte führt. Hinter einer Wiese voller Blumen stehen Igelkopf und die beiden Tajaköpfe vor uns.

Igelkopf

Vorderer Tajakopf

Ein Blick auf die andere Talseite zeigt uns, wie hoch wir schon gekommen sind:

Zugspitze

Nach Osten aufgereiht liegt die ganze Wettersteinkette:

Wetterstein

Hinter der Wiese führt der Weg nun weiter nach oben. Zunächst durch Lärchen und Latschen, dann über ein ausgedehntes Kar.

Enzianwiese

Zwischen dem Schutter weiter oben haben sich noch letzte Schneefelder gehalten, die wir queren müssen. Vorbei an einem kleinen See nähern wir uns so dem Talabschluss, dem Tajatörl.

Tajatörl

Um die Querung eines Schneefelds im steilen Hang zu vermeiden, steigen wir jedoch nicht zu diesem Joch hinauf, sondern halten uns weiter nördlich und gelangen so direkt auf den Grat, der zum Gipfel des Tajakopfes hinüberführt. Der Gipfelanstieg selber findet dann auf weglosem Ier-Gelände statt, ist aber gut machbar (vor allem, wenn man nicht wie wir zwischendrin die Markierungen verliert und noch wegloser aufsteigt...).

Die Aussicht ist grandios. Vor uns der Grünstein:

Grünstein

Im Norden die Zugspitze:

Zugspitze

Etwas weiter östlich der Hochwanner, der zweithöchste Berg Deutschlands:

Hochwanner

Dann ist da noch der Vordere Tajakopf:

Vorderer Tajakopf

Und nach kurzen Warten ist auch die Ehrwalder Sonnenspitze in der Sonne:

Ehrwalder Sonnenspitze

Vom Gipfel geht der Weg noch weiter zu einem Vorgipfel mit dem eigentlichen Gipfelkreuz. Mein Freund klettert noch hinüber, während ich die Aussicht genieße.

Gipfelkreuz Hinterer Tajakopf

Nun geht es wieder auf der anderen Seite des Sattels hinunter. Unter uns liegen der Drachensee und die Coburger Hütte:

Coburger Hütte und Sonnenspitze

Nach längerem Abstieg über die Schutthänge erreichen wir das Seeufer.

Drachensee und Drachenkopf

Noch ein kurzer Gegenanstieg und wir können uns in der Hütte mit Spezi und Speckknödel- bzw. Nudelsuppe stärken.

Coburger Hütte

Dann machen wir uns an den Abstieg. Vorbei an dem wunderschönen Seebensee.

Zugspitze

 Drachenkopf

Dann über die Hohen Gänge, zuerst in Kraxelei, dann über ein Schotterfeld und schließlich in Serpentinen durch den Wald.

Ehrwald

Am Schluss noch ein kleiner Talhatsch, bis wir gegen Dreiviertel Drei müde aber glücklich am Auto ankommen.